

Unsere Arbeitskraft ist das Wertvollste, was wir besitzen. Ein Unfall oder eine schwere Krankheit kann aber dazu führen, dass der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Das hat gravierende finanzielle Folgen und führt zu harten Einschränkungen des gewohnten Lebensstandards. Um diese Folgen abzumildern, wird die private Berufsunfähigkeitsversicherung angeboten, die als eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt angesehen wird.
Für nach dem 01. Januar 1961 Geborene ist die private Berufsunfähigkeitsversicherung besonders wichtig, denn sie bekommen aus der gesetzlichen Rentenversicherung nur eine kleine Erwerbsminderungsrente, die an eine Reihe von Kriterien gebunden ist. Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind so gering, dass die Betroffenen schnell zum Sozialfall werden können.
Die private Berufsunfähigkeitsversicherung wird von vielen Versicherern zu günstigen Tarifen angeboten. Sie greift in der Regel schon dann, wenn der Versicherte seinen Beruf mindestens ein halbes Jahr zur Hälfte nicht mehr ausüben kann. Die Höhe der zu zahlenden Rente wird individuell festgelegt. Mit ihr sollten in etwa 75 Prozent des bisherigen Nettoeinkommens abgedeckt werden. Um die Inflation auszugleichen, empfiehlt sich einen dynamischen Versicherungsvertrag abzuschließen. Die monatlich zu zahlenden Prämien und die Bedingungen der Verträge unterscheiden sich bei den einzelnen Versicherern deutlich, sodass vor Vertragsabschluss ein Vergleich der Anbieter vorzunehmen ist. Ebenso wichtig ist es, die Vertragsklauseln zu vergleichen. So sollte eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung beispielsweise auf eine abstrakte Verweisung verzichten und immer dann leisten, wenn der Versicherte in seinem Beruf nicht mehr arbeiten kann.
Über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung kann auch die teilweise Berufsunfähigkeit abgedeckt werden. Sie erbringt Einmalzahlungen für den behindertengerechten Umbau des Arbeitsplatzes oder für Rehabilitationsmaßnahmen.
Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist für alle Arbeitnehmer wichtig. Gerade Berufsanfänger sind gesetzlich nicht abgesichert, weil entsprechende Wartezeiten fehlen. Aber auch Selbstständige, die in der Regel gar keine gesetzliche Absicherung haben und Hausfrauen können von der Berufsunfähigkeitsversicherung profitieren.
Beim Ausfüllen des Versicherungsantrages sind alle Fragen, die die Gesundheit betreffen sorgfältig und vor allem wahrheitsgemäß zu beantworten. Sollen bestehende Erkrankungen mitversichert werden, sind in der Regel höhere Prämien zu bezahlen. Werden Krankheiten hingegen verschwiegen, kann der Versicherer später die Leistung verweigern.
Die Kosten der Versicherung sind vom Alter des zu Versichernden, von seinem Geschlecht und vielen persönlichen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel dem mit der Ausübung des Berufes verbundenen Risiko. Teurer wird es auch, wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung bereits zahlt, wenn der Versicherte nur in seinem Beruf nicht mehr arbeiten kann oder wenn bestehende Krankheiten nicht ausgeschlossen werden sollen. Die Laufzeit der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte so gewählt werden, dass sie mit dem Eintritt in den Ruhestand endet.