

Die Festgeld Rendite
Im Vergleich zu anderen Anlageprodukten gehört das Festgeldkonto zu denjenigen, bei denen man mit einer festen Rendite nach der vertraglich festgelegten Laufzeit rechnen kann. Doch wie lässt sich diese berechnen und mit welchen nicht ausgezeichneten Kosten müssen Sie kalkulieren? Denn leider steht Ihnen nach der Laufzeit meist weniger zu, als bei einem ersten Blick auf den Zinsvergleich fürs Festgeld ersichtlich ist.
Zum einen fallen für Kapitalerträge seit dem Jahr 2009 die Abgeltungssteuerbeiträge an, die die ausgewählte Bank aus dem Vergleich automatisch an das Finanzamt abführt. Diese beträgt 25 Prozent + Solidaritätszuschlag und eventueller Kirchensteuern. Sollte Ihr Steuersatz unter den 25 Prozent liegen, können Sie sich das überschüssig gezahlte Geld über das Finanzamt wieder zurückfordern.
Zum zweiten müssen sie vom zu erwartenden Zinsertrag die über diesem Zeitraum angefallene Inflationsrate abziehen. Die Inflationsrate ist bekanntlich nichts anderes als eine fortschreitende Geldentwertung. Insofern reduziert die Inflationsrate den Ertrag ihrer Geldanlage, da die Kaufkraft einer bestimmten Geldsumme meist stetig abnimmt. Im Idealfall liegt der von ihrer Festgeldbank angebotene Zinssatz über der Inflationsrate, so dass unterm Strich auch ein Plus an Kaufkraft übrig bleibt.
Während der Zinsertrag einer Festgeld Anlage samt Steuern für Sie sehr sicher abzusehen ist, hat insbesondere über einen längeren Zeitraum angelegtes Festgeld aufgrund der Inflationsrate den stetigen Unsicherheitsfaktor der Inflationsrate, da diese von vielerlei Faktoren abhängig ist und in der Folge eine Entwicklung oft schwer vorherzusagen ist. Allerdings besitzt die Europäische Zentralbank die Hauptaufgabe, die europaweite Inflationsrate auf einem gesunden Level" zu halten, das die 3 Prozent Marke wohl nur in Ausnahmesituationen wie der Euro Schuldenkrise übersteigt. Von daher können Sie auch für langfristige Anlagen in ein Festgeldkonto mit einer verhältnismäßig sicheren Rendite rechnen.